Wie lesbar bist du für deinen Gegner? Diese Muster verraten dein Spiel

Shownotes

Wie lesbar ist dein Tennis für deinen Gegner? Kann er bereits nach wenigen Games erkennen, wohin du bei wichtigen Punkten servierst, welche Richtung du aus bestimmten Positionen bevorzugst oder wie du unter Druck reagierst? Und wie gut gelingt es dir selbst, die relevanten Muster deines Gegners wahrzunehmen?

Viele Mannschafts- und Turnierspieler machen sich während eines Matches sehr viele Gedanken über das Verhalten ihres Gegners. Sie versuchen, einzelne Schläge vorherzusagen und möglichst schnell herauszufinden, was als Nächstes passieren wird. Doch Tennis ist kein Rätselspiel. Du musst nicht bei jedem Ball wissen, welche Entscheidung dein Gegner treffen wird. Entscheidend ist vielmehr, wiederkehrende Tendenzen zu erkennen und zu überprüfen, ob daraus ein für das Match relevantes Muster entsteht.

In dieser Folge wird das Thema außerdem aus der anderen Perspektive betrachtet: Wie verhinderst du, dass dein Gegner dich zu einfach lesen kann? Die häufigste Antwort lautet, möglichst variabel zu spielen und nie zweimal dasselbe zu machen. Doch Variabilität nur um der Variabilität willen verbessert dein Tennis nicht automatisch. Wenn eine bestimmte Kombination deine größte Stärke ist und dir regelmäßig Punkte bringt, solltest du sie nicht aufgeben, nur um unberechenbar zu wirken.

Die wichtigere Fähigkeit besteht darin, aus ähnlichen Ausgangssituationen unterschiedliche Lösungen anbieten zu können. Du kannst beispielsweise beim Aufschlag mit einer ähnlichen Ballwurfposition unterschiedliche Platzierungen wählen. Aus der Vorhandecke kannst du mit einer vergleichbaren Vorbereitung Inside-out oder Inside-in spielen. Beim Return kannst du aus derselben Ausgangsposition verschiedene Richtungen nutzen. Dadurch hältst du deine Entscheidung länger offen und erschwerst es deinem Gegner, frühzeitig Informationen zu erhalten.

Dabei liest der Gegner nicht nur deine Schläge, sondern auch deine Körpersprache. Wenn du dich bei wichtigen Punkten plötzlich langsamer bewegst, den Ball länger prellst oder deine Position deutlich veränderst, kannst du bereits verraten, wie du dich fühlst oder welche Entscheidung du möglicherweise treffen wirst.

Das Ziel besteht nicht darin, vollkommen unlesbar zu werden. Das ist kaum möglich. Ein guter Spieler erkennt relevante Muster, überprüft sie im weiteren Verlauf des Matches und hält gleichzeitig seine eigenen Entscheidungen möglichst lange offen.

Die entscheidende Frage für dein nächstes Match lautet deshalb: Was verrät dein Gegner über sein Spiel – und was verrätst du ihm über deines?

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Transkript anzeigen

00:00:00: Die Tage eine recht spannende Frage bekommen.

00:00:03: Ich weiß gar nicht mehr, ob es auf YouTube war oder unter einer Podcastfolge war.

00:00:10: Das müsste entschuldigen aber es ging um das Thema wie lesbar bin ich für meinen Gegner.

00:00:18: Wie kann ich meinen Gegners lesen?

00:00:21: Welche Wichtigkeit hat das Thema Lesen, Lesbarkeit?

00:00:26: also nicht in dem Zusammenhang dass du eine niedergeschriebenes Wortlese kannst nein sondern wie kannst Du erkennen was macht der Gegner, wie verhält er sich und so weiter.

00:00:39: und ich fand es eine richtig gute Frage weil das liegt vielen ehrgeizigen ambitionierten Mannschafts- und Turnierspielern auf dem Bauch.

00:00:51: Die wissen nicht, wie sie was erkennen und möchte euch da heute mal ein bisschen Einblick geben und so ein bisschen probieren die Frage zu beantworten Kann dein Gegner nach wenigen Games bereits erkennen, was du als nächstes spielst also was dein Plan ist Und auch umgekehrt.

00:01:14: Wie schnell kannst du es eigentlich schaffen, den Gegner zu lesen?

00:01:21: Muss man das überhaupt können?

00:01:23: Macht man sich da nicht so viel Gedanken dahinter in dem ganzen Spiel?

00:01:27: dann und ja ich finde das Thema extrem spannend die kann's nur wiederholend ist auch was wo wir uns in den eins-zu-eins Betreuungen mit den Spielern wo ich Zusammenarbeit immer wieder beschäftigen Und es geht ja im Kern darum, um Analyse.

00:01:44: Was meiner Meinung nach aber vergessen wird ist ein ganz entscheidender Punkt.

00:01:51: Also Tennis ist kein Rätselspiel.

00:01:55: Das heißt du musst im Kern nicht herausfinden was dein Gegner bei jedem einzelnen Ball machen wird.

00:02:06: Das musst du nicht!

00:02:08: Jetzt wird der eine oder andere dagegen Wetter und sagen jawohl Timo das hat ja mit des widerspricht jetzt nein da widerspreche ich mir gar nicht weil wir haben kein Rätsel Spiel.

00:02:21: du musst nicht jede Aufgabe entschlüsseln können was wir hinkriegen möchten und dass ein riesen Unterschied ist, wir möchten wiederkehrende Muster erkennen.

00:02:36: Machen wir mal einen Beispiel dann ist dir auch klar was ich damit mein.

00:02:40: Dein Gegner, der serviert bei den wichtigen Punkten, darfst du jetzt für dich definieren was ein wichtiger Punkt ist.

00:02:46: Fast immer durch die Mitte oder der spielt aus der Rückhandecke wenn Du ihn unter Druck setzst.

00:02:55: Achtzehn Prozent der Belle Konsequent Cross!

00:03:01: So das sind also Informationen die für Dich wertvoll werden können.

00:03:08: Und jetzt kommt hier die erste Gefahr, wo auf geht.

00:03:12: Weil nämlich ganz viele Spieler schon nach so zwei bis drei Situationen glauben das Muster vom Gegner erkannt zu haben.

00:03:24: Zweimal ein Aufschlag nach außen heißt noch lange nicht dass ich immer nach Außen servieren werde und deshalb mündt er euch eigentlich im Match.

00:03:37: erst einmal drei konkrete Fragen stellen.

00:03:41: Wo spielt mein Gegner denn besonders gern hin?

00:03:47: Welche Seiten mag der besonders, wie verhält er sich unter Druck was macht er dann?

00:03:56: und die letzte Frage welche Situationen probiert der konsequent immer wieder zu vermeiden?

00:04:05: Und gerade in den ersten Games Geht es deshalb einfach mal nett darum, jedem Punkt gewinnen zu wollen oder zu müssen?

00:04:14: Ihr wollt Informationen sammeln.

00:04:18: Wie reagiert der Gegner auf Hohe Bälle?

00:04:21: Wie bewegt er sich nach vorne?

00:04:22: Wie bewegtert sie sich seitlich?

00:04:24: wie bewegt ihr sich weg vom Ball?

00:04:26: Welche Seite sucht da in neutraler Situationen?

00:04:30: Wie verhält er sich beim zweiten Aufschlag?

00:04:33: und je schneller ihr so Tendenzen erkennt Das du früher könnt ihr euch doch auf eine Entscheidung ausrichten.

00:04:43: Drehen wir das ganze Spiel mal nochmal um und fragen uns, was können wir machen wie man verhindern dass der Gegner uns gut lesen kann?

00:04:55: Und die erste Antwort wo dir ganz viele Spieler da ja so ein bisschen als Masterantwort sage ich mir immer wieder geben ist ja möglichst variabel spielen nie zweimal das gleiche machen So, und auch da werde ich dir wieder widersprechen.

00:05:11: Weil Variabilität nur um der Variabilitet willen macht dein Tennis nicht automatisch besser!

00:05:23: Weil was ist wenn deine stärkste Kombi aufschlag nach außen und erster Ball in die offene Seite ist?

00:05:33: Was ist dann?

00:05:36: Dann ist doch die Antwort offensichtlich.

00:05:39: Dann darfst du dieses Muster nicht konsequent aufgeben.

00:05:45: Du sollst nicht aufgeben, nur damit du unberechenbar bist!

00:05:51: Du gewinnst mit diesem Muster offensichtlich Punkte und Games und vielleicht sogar ein ganzes Match?

00:05:58: Dann mach es weiter!

00:06:02: Und die für mich viel wichtigere Frage ist eigentlich... ob du aus ähnlichen Ausgangssituationen unterschiedliche Lösungen anbieten kannst.

00:06:17: Bleiben wir nochmal beim Thema Aufschlag, gleiche Ballwurfposition aber unterschiedliche Platzierung.

00:06:25: oder wir hatten gerade das Thema der Aufschlack nach außen erster Ball in die offene Hälfte.

00:06:31: Variation wäre auf Schlag nach Außen Erster Ball gegen den Lauf.

00:06:40: So, kann man doch machen oder aus der Vorhandecke.

00:06:44: Gleiche Vorbereitung aber einmal Cross, einmal Long Line und nicht.

00:06:50: wenn du eine große Schlaufe machst spielst Cross, wenn deine kleine Schlaue macht spielts Long Line.

00:06:56: oder beim Return gleiche Ausgangsposition aber unterschiedliche Richtung.

00:07:02: was meine ich damit?

00:07:04: Stehst du einen Meter im Feld Heißt nicht, dass du immer Long Line retunieren musst.

00:07:09: Retunier Long Line, retunier Cross aber aus der gleichen Ausgangsposition und dann wird es für dein Gegner deutlich schwieriger das er frühzeitig Informationen bekommt.

00:07:24: Und was halt auch entscheidend ist?

00:07:27: Dein Gegner, der liest ja nicht nur deine Schläge!

00:07:32: Der liest auch deine Körpersprache.

00:07:35: Das heißt, wenn du dich bei jedem wichtigen Punkt plötzlich langsamer bewegst oder den Ball länger prälsch oder dich weiter hinter die Grundlinie stellst dann sendest du dem da damit bereits Informationen.

00:07:51: Und für mich ist so ein bisschen mein Fazit dass du niemals probieren solltest komplett unlesbar zu sein weil das ist meiner Meinung nach nicht möglich.

00:08:05: Das ist meiner Meinung nach nahezu unmöglich, dass du alles komplett vor dem Gegner verstecken kannst.

00:08:14: und versuch auch nicht zwanghaft deinen Gegner nach zwei drei Games komplett entschlüsselt zu haben.

00:08:25: Es musst du nicht!

00:08:28: Viel wichtiger ist für mich normal das ein guter Spieler erkennt Was für relevante Muster liegen vor?

00:08:37: Und die erkennt er schnell.

00:08:39: Die überprüft er immer wieder und schafft es aber auch gleichzeitig, dass er seine eigenen Entscheidungen, die er trifft, möglichst lang offen hält!

00:08:51: Und die entscheidende Frage, die du dir im Vorfeld für dein nächstes Match einmal stellen solltest ist ja relativ einfacher weil was verrät Dein Gegner über sein Spiel und was verrätst du eigentlich ihm über dein Spiel?

00:09:12: Und für mich so zum Abschluss eine der wichtigsten Kernaussagen in Bezug auf Lesbarkeit für deinen Gegner oder wenn Du den Gegner lesen möchtest, kannst Du aus ähnlichen Ausgangssituationen unterschiedliche Lösungen anbieten.

00:09:37: Die Fragen, die musst du dir beantworten können und das ist für mich ein Stück weit.

00:09:43: auch sage ich jetzt spontan einmal mit der Königsdisziplin gerade im Amateurbereich das hinzukriegen.

00:09:52: Das ist aber auch wieder trainierbar, das ist erlernbar und ihr müsst euch einfach die Frage stellen wie baut da euer Training auf?

00:10:02: Man dürfte gerne nochmal in die Folge Effizienz und Effektivität reinhören.

00:10:06: Da haben wir nämlich genau das Thema, was die meisten von euch weder effizient noch effektiv trainieren!

00:10:15: Und dann ist halt ein großes Problem... ...und da könnt ihr gern weiter Trainingseinheiten ballern ohne Ende.

00:10:23: Ihr werdet nicht vom Fleck kommen wenn ihr Tag-ein-Tag aus nur denselben Mist trainiert.

00:10:30: Dann macht es weiter!

00:10:31: Aber ihr werdet den Gegner nicht lesen können.

00:10:34: Und er wird euch wunderbar lesen könnten irgendwann!

00:10:38: Ihr müsst das Spiel ein bisschen aus einer anderen Perspektive betrachten.

00:10:44: und wer es einen Spieler mal aus einer anderer Perspektiven anschauen möchte, wo man ein Experte drüber schauen soll, tragt euch ein zu eurem kostenlosen Strategiegespräch auf timoschwarzmeier.com.

00:10:59: und dann schauen wir mal eure Situation Euer taktisches Verhalten, euer Spiel an wie das momentan aufgebaut ist und was er da optimieren könnt.

00:11:09: Und die Entscheidung, die müsst ihr treffen!

00:11:13: Ihr müsst eine Entscheidung treffen, wollt ihr auf dem Level weiter rumdümpeln wo er momentan steht... ...und rumjammern dass es seit drei Jahren auf LKLF irgendwo festhängt vielleicht?

00:11:27: Ja dabei könnte der schon längst eine einstellige LK haben Nur müsstet ihr mal aktiv was verändern.

00:11:34: Und dann gibt es halt die anderen Spieler, die innerhalb von knappen drei Vierteljahr von LK-Fünfzehn auf LK zehn vorglättern.

00:11:44: Was machen die anders?

00:11:46: Was du nicht hinkriegst!

00:11:50: Die haben aber auch Familie.

00:11:52: Die haben auch ein Betrieb wo sie leiten.

00:11:54: Die habe auch andere Verpflichtungen.

00:11:56: diese haben also können jetzt nicht mit der billigen Ausrede kommen ja die trainieren mehr wie ich Das sind ja Junioren-Spieler.

00:12:04: Nein, sind es nicht!

00:12:07: Ihr müsst eine Entscheidung treffen – wo wollt ihr hin?

00:12:10: Wollt ihr euch weiterentwickeln, wollt ihr auf dem Level stehen bleiben?

00:12:14: und wenn er euch weiter entwickeln wollte dann jetzt auf timoschwarzmeier.com vorbei schauen?

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